Meininger Briefmarkensammelverein e.V.

Briefmarkenfreunde treffen sich

Der nächste Vereinsabend des Meininger Briefmarkensammlervereins e.V., findet am Dienstag, 9. Juli, ab 19 Uhr, im Griechischen Restaurant "Athen Pallas", Günther-Raphael-Str. 1, in Meiningen, statt.
Im Mittelpunkt steht diesmal ein Vortrag von Sammlerfreund Hartmut Scholz aus Rödental zum Thema "Maximaphilie".

Eingeladen sind alle Briefmarkensammler und Interessenten!

Abbildung:
Ganz bekannte Maximumkarte vom 15.09.1958 von Buchenwald.

Anbei noch eine kurze Einführung zum Thema "Maximaphilie".

Das relativ junge Sammlergebiet Maximumkarten hat eigene und besondere Reize und braucht keinen Vergleich mit den alten philatelistischen Sammelgebieten zu scheuen. Es ist ein Spezialgebiet der Philatelie, dessen Hauptziel im Sammeln von Briefmarken liegt.
Unter einer "Maximumkarte" (MK) versteht jeder Sammler ein philatelistisches Ganzstück, das durch die Vereinigung dreier Elemente realisiert wurde. Ausgangspunkt ist das Motiv einer Briefmarke, zu der eine thematisch passende Illustrierte Postkarte (IKP) gefunden werden muss. Beide Elemente werden miteinander verbunden und dann einer postalischen Abstemplung zugeführt. Untereinander sollen die einzelnen Elemente möglichst ein Maximum an Übereinstimmung aufweisen, wobei vielfältige Regeln zu beachten sind.
Ab 1.02.1905 gestattete die deutsche Postordnung das die Kartenrückseite völlig für Illustrationen zur Verfügung stand. Dadurch wanderte der Teilungsstrich immer mehr in die Mitte der Kartenvorderseite.
Briefmarken in aller Welt zeigten vor 1920 noch eine geringe Motivvielfalt. Eine solche Ausgangsbasis verhinderte das frühzeitige Aufblühen der Maximaphilie, was sich aber ab Mitte der zwanziger Jahre änderte, denn da gestalteten die Postverwaltungen ihre Markenmotive vielseitiger. Durch die neuen vorhandenen Motiv-und Themenvielfalt, realisierten die Sammler nun im zunehmenden Maße Maximumkarten.
Einige Sammler gründeten im Dezember 1944 in Paris den Verein "Les Maximaphiles Francais". Weitere Maximaphilie-Vereine entstanden 1949 in Belgien, 1950 in Deutschland (Köln) und in den USA sowie 1957 in Rumänien. Jetzt sammelten eine immer größer werdende Anzahl von Philatelisten Maximumkarten. Viele Sammle erkannten, dass es viel interessanter ist Briefmarken auf Illustrierte Karten zu sammeln, als sie nur in Alben abzulegen. Sie wollten sich konstruktiv mit dem Hobby beschäftigen und nicht seine erworbenen Briefmarken im Album ablegen und ihren Besitz nach Nummern im Katalog abhaken.